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Die Mittelalterstadt Volterra

Volterra - eine faszinierende Stadt mit mittelalterlichem Charme

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Die toskanische Mittelalterstadt Volterra strahlt einen faszinierenden Charme aus und bietet seinen Besuchern eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten – vom eindrucksvollen alten Stadttor bis hin zum kürzlich eröffneten Foltermuseum. Vielen ist Volterra auch wegen der Vampir-Saga Twilight ein Begriff.

Die Stadt Volterra liegt in der Provinz Pisa, ca. 45 km entfernt von der Etruskischen Küste. In ca. 550 m Höhe thront diese stolze Stadt auf einem Bergrücken und ist schon bei der Anreise von Weitem zu sehen. Mit knapp 11.000 Einwohnern ist Volterra als Kleinstadt zu bezeichnen. Diese mittelalterliche und Romantik versprühende Stadt ist ein begehrtes Ausflugsziel in der Toskana. Die beste Reisezeit ist sicherlich wegen der gemäßigteren Temperaturen das Frühjahr und der Herbst. Doch selbst im heißen Monat August ist die Stadt zwar gut besucht aber nicht überlaufen.

Die Geschichte der Stadt ist lang und ereignisreich. Aus mehreren kleinen etruskischen Ansiedlungen entstand im 4. Jh. v. Chr. die Stadt Volterra. Sie entwickelte sich schon bald zu einer der wichtigsten Städte im Zwölfstädtebund der etruskischen Fürstentümer, nicht zuletzt wegen des hohen Kupfervorkommens und der erhöhten zentralen Lage. Ein 7,3 km langer Mauerring wurde damals zum Schutze der Stadt und ihrer Bürger errichtet. Doch dem Ansturm der Römer konnte auch dieser Schutzwall nicht lange standhalten und so wurde Volterra im 3. Jh. v. Chr. vom Römischen Reich vereinnahmt.

In Volterra findet man eine Vielzahl architektonischer Zeugnisse der verschiedenen Epochen, die die Stadt erlebt und geprägt hat.

Sehenswürdigkeiten in Volterra

Aus der Zeit des Römischen Reiches (Kaiser Augustus, 1. Jh.) ist im Norden der Stadt das Teatro Romano oder Teatro di Vallebona  genannt, noch relativ gut erhalten geblieben. Einen fantastischen Blick auf die Überreste des Römischen Theaters hat man von der Stadtmauer aus.

Ebenfalls sehr gut erhalten geblieben ist das imposante, von den Etruskern errichtete, Stadttor Porta all’Arco, es stellt quasi den Haupteingang zur Stadt dar.

Die von hohen Palazzi gesäumte Piazza dei Priori stellt den Hauptplatz der Stadt dar. Dort gerade angekommen, weiß man erst einmal nicht, welches Gebäude sehenswerter ist. Am besten lässt man die mittelalterliche Stimmung zuerst in Ruhe auf sich wirken.
Das beeindruckende Rathaus, der Palazzo dei Priori, dominiert den großen Platz. Es ist das älteste Rathaus der Toskana und stammt aus dem 13. Jahrhundert, wobei der Turm des Gebäudes erst später errichtet wurde.

Gegenüber des Palazzo dei Priori liegt der Dom von Volterra, erbaut im 12. und 13. Jh.. Das Hauptportal liegt an der Piazza S. Giovanni mit dem Baptisterium. Im Inneren des Doms kann man einige bedeutende Kunstwerke betrachten, z.B. ein Fresko von Benozzo Gozzoli oder ein Tabernakel aus dem 15. Jh. von Mino da Fiesole über dem Hochaltar. Geziert wird der Dom von einer schwarz-weißen Marmorschmuckleiste und einer vergoldeten Kassettendecke aus der Renaissance. Im Baptisterium ist u. a. ein berühmtes Taufbecken aus dem Jahr 1502 zu sehen, das an der Frontseite die Taufe Christi zeigt.

Das Museo Etrusco Guarnacci ist eines der bedeutendsten Etruskische Museen in der Toskana. Die Ausstellungsstücke zeigen einen Querschnitt durch die jahrtausendealte Geschichte der Region. Unter anderem ist eine beeindruckende Sammlung aus ca. 600 Urnen, Grabbeilagen und Sarkophagen aus Alabaster und Tuff ausgestellt.

Eine weitere Sehenswürdigkeit in Volterra ist der Palazzo Viti, ein Adelspalast aus dem 16. Jahrhundert. Es ist eine der schönsten privaten Wohnanlagen Italiens mit prunkvollen Sälen, zahlreichen Gemälden und wertvollen Gegenständen. Der Palast wurde auch oftmals als Drehort für Filme ausgewählt, der berühmteste ist wohl der Regisseur Visconti.

Ende des 15. Jh. ließ Lorenzo di Medici die Fortezza Medicea errichten. Die Burg ist leider nicht von Innen zu besichtigen – sie beherbergt ein Gefängnis.
Der Fortezza Medicea schließt sich eine Grünanlage an, der Parco Archeologico. Dort sind einige etruskische Grabhügel zu besichtigen. Diese grüne Oase lädt zu einer gemütlichen Pause im Freien ein – eine willkommene Erholung neben einer anstrengenden Sightseeingtour. Für Kinder gibt es im Park einen Spielplatzbereich mit Schaukeln.

Volterra, die Alabasterstadt

Volterra ist seit jeher berühmt durch den Abbau und die Verarbeitung von Alabaster. Diese besondere Gesteinsart besteht aus kristallisiertem Kalziumsulfat, ähnelt in seiner Maserung etwas dem Marmor und lässt sich sehr gut bearbeiten. Heutzutage werden überwiegend Dekorations- und Einrichtungsgegenstände aus Alabaster hergestellt. Viele Kunsthandwerkstätten in Volterra exportieren ihre Arbeiten weltweit, einige von ihnen sind für Besucher geöffnet und lassen sich bei der Bearbeitung des Steines über die Schulter schauen.

Die Alabasterblöcke werden im Umkreis von Volterra unter Tage aus kalkigem Gestein herausgeschlagen, z.B. bei Castellina Marittima. Noch heute sind Kleinbetriebe mit dem Abbau und der Verarbeitung des Gesteins beschäftigt.

Regelmäßige Events in Volterra

Das größte und bekannteste Event in Volterra findet jeweils am dritten und vierten Sonntag im August statt: Volterra A.D. 1398
Das Fest findet an zwei bedeutenden Orten statt: im historischen Zentrum Volterras mit seinen imposanten Palazzi und Plätzen und im Parco Archeologico. Die Programmhöhepunkte finden an den Festivaltagen des 3. und 4. Sonntag im August statt, aber auch um diese Tage herum ist einiges los in Volterra. An diesen besonderen Festivaltagen kehrt die Stadt zurück ins Mittelalter und versetzt sowohl Darsteller als auch Besucher in eine romantische, magische Stimmung. Paraden in historischen Kostümen, Falkenjagden und Ritterkämpfe werden dargeboten. Straßenkünstler, Artisten, Gaukler und Musikanten sind in den Gassen und auf den Plätzen unterwegs. Es können mittelalterliche Waren des Kunsthandwerks erstanden werden und auch für das leibliche Wohl wird an gastronomischen Ständen gesorgt. Für Kinder gibt es spezielle Aktionen.
Während des Festivals Volterra A.D. 1398 gilt eine besondere Währung: Il Grosso Volterrano, einfach „Grosso“ genannt. Handwerkswaren, Wein und Essen können nur mit dem Grosso bezahlt werden. Umgetauscht wird das Geld im Touristeninformationsbüro.  1 Grosso, eine Kupfermünze, ist 1 Euro wert; 5 Grossi, eine Goldmünze, sind 5 Euro wert. Wer seine Münzen nicht komplett ausgibt, kann es bis zu einer Woche nach dem Fest noch umtauschen.

Die Anreise nach Volterra

Die Stadt Volterra verfügt nicht über einen eigenen Bahnhof, die Anreise sollte daher mit dem Pkw bzw. Motorrad oder mit dem Bus erfolgen. Die Schnellstraße SS68, die Cecina und Colle di Val d’Elsa miteinander verbindet, führt direkt nach Volterra.

Wie in vielen Mittelalterstädten der Toskana ist Autofahren und Parken innerhalb der Stadtmauern verboten. Es gibt aber zahlreiche ausgewiesene Parkplätze rund um die Stadtmauer und ein großes Parkhaus an der Piazza Martiri della Libertà. Die meisten Parkplätze sowie das Parkhaus sind kostenpflichtig.

Karte Volterra

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