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Thermalkurort Montecatini Terme

Montecatini Terme, Kuranlage Excelsior
(Foto Autor Lucarelli, Wikimedia Commons)

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Circa 15 km südwestlich von Pistoia liegt der eleganteste Thermalkurort Italiens:  Montecatini Terme. Schon Künstler wie Verdi und Puccini fanden hier einst Entspannung und Inspiration. Neun unterschiedliche Thermen rund um den schönen Stadtpark, größenteils in prächtigen Gebäuden des Belle-Epoque-Stils, bieten ein umfangreiches Programm mit Gesundheitsanwendungen und Wellnessbehandlungen an.

Montecatini Terme

Die große internationale Beliebtheit des Kurortes Montecatini Terme liegt nicht nur an der heilsamen Wirkung des Thermalwassers sondern auch an der zentralen Lage im Herzen der Toskana. Östlich von Montecatini liegt die Kunst- und Kulturmetropole Florenz, im Westen befindet sich Pisa und die Küste der Versilia, im Norden liegt das Gebirge des Apennin mit herrlichen Naturlandschaften und Wandergebieten. Ein Urlaub in Montecatini Terme ist an Vielseitigkeit also kaum zu übertreffen.

Neben einigen noblen Hotels findet man in Montecatini Terme und Umgebung sehr schöne Ferienhäuser für einen Individualurlaub. Die Provinz Pistoia, vor allem in der Umgebung von Montecatini Terme, war schon immer eine wohlhabende Gegend, in der adelige italienische Familien gerne ihre Sommersitze unterhielten. Viele der ehemaligen Herrensitze und Villen bieten heutzutage Reisenden komfortable Ferienunterkünfte.

Ein großer Reiz geht von den zahlreichen architektonisch beeindruckenden Gebäuden aus, die sich in Montecatini Terme befinden. Um alle architektonischen Schönheiten der Stadt zu entdecken, empfiehlt sich ein Spaziergang, beginnend auf der Piazza del Popolo zur Viale Verdi. Auf der Viale Verdi steht das Rathaus und das Excelsior Kino aus dem Jahr 1922. Auch die sehenswerten Gebäude der Kuranstalten Excelsior und Tamerici sind auf dieser Straße zu finden. Am Ende der Straße befindet sich die wohl schönste Thermalanlage Tettuccio mit Parkanlage und Café.

Die Thermen

Es gibt neun Thermen in Montecatini – die jeweiligen Thermen unterscheiden sich in ihrer architektonischen Besonderheit und auch in der Wirkungsweise des Thermalwassers.

Die Terme Tettuccio mit einer beeindruckenden Fassade im barock anmutenden Stil ist die älteste Kuranstalt. Das Heilwasser dieser Terme korrigiert den entzündlichen Zustand der gastrischen Schleimhaut und der Darmschleimhaut. Es hat entgiftende und antibakterielle Wirkung, aktiviert und normalisiert die Verdauungstätigkeit des Zwölffingerdarms.

Das Wasser der Terme Regina wirkt wie Abführmittel und zeigt besondere Heilwirkung bei Problemen mit der Leber, den Gallenwegen und bei Gallenblasentzündungen.

Die Kuranstalt der Terme Redi wurde im Jahr 1965 wieder aufgebaut und erweitert. Im Inneren gibt es mehr als 100 verschiedenen Räume für Schlamm- und Badekur und Massagen. Die Ausstattungen sind modern und funktionell.

Auch die Badeanstalt Terme Grocco bietet Bäder und Schlammbäder an. Im Jahr 1902 öffnete sich nach einigen Erdbeben ein Krater, aus dem Wasserquellen entsprangen.

Das Heilwasser der Terme Torretta und der Terme Tamerici wird als besonders stark bezeichnet aufgrund der hohen Konzentration von Steinsalzen.

Die Wasser der Terme Leopoldine hat eine sanfte harntreibende Wirkung. Es hilft bei der Entschlackung und aktiviert die Harnwege. Die Thermalanstalt wurde im Jahr 1775 im Auftrag des Großherzogs Leopoldo I gebaut. Das Heilwasser fliesst aus einem Brunnen im Krater heraus. Der zentrale Säulengang ist original aus dem Jahr 1775.

Die Terme Excelsior bietet Einrichtungen für die Inhalationstherapie, Krentherapie und Schlammtherapie. Es gibt auch eine Schönheitsfarm, in der ästetische Therapien durchgeführt werden. Die Kuranstalt Excelsior wurde in den ersten Jahren des 20.Jahrhunderts gebaut. Der grosse Saal Liberty und der Brunnen der Schwäne sind besonders wertvoll.

Die Terme La Salute wurde zwischen den Jahren 1918 und 1921 errichtet und wurde vor kurzem umstrukturiert.

Montecatini Alto

Der etwas höher gelegene Stadtteil Montecatini Alto mit seinem Schloss romanischen Ursprungs war bis zum Jahr 1905 Sitz der Gemeinde. Die Thermen stellten früher nur einen Sumpf unterhalb des Schlosses dar, obwohl seit dem Altertum bekannt war, dass das Wasser des Sumpfes eine Heilwirkung besaß. Schon im Jahr 1530 wurde das Thermalwasser in Wannen gesammelt doch es scheint, als wäre dem Phänomen nicht genügend Wichtigkeit beigemessen worden.

Der Großherzog Leopoldo ließ Abzugskanäle und einige Kuranstalten errichten und regenerierte das Gebiet, so entstand das zweite Dorf Montecatini Terme. Montecatini Alto hat noch einige gut erhaltene Sehenswürdikgeiten zu bieten, z. B. die Kirche Santa Maria di Ripa aus dem 12. Jahrhundert.

Die Seilbahn von Montecatini

Eine der ältesten Standseilbahnen Italiens, die Funicolare di Montecatini, verbindet den ursprünglichen Siedlungskern Montecatini Alto mit dem Kurort Montecatini Terme. Die im Jahr 1898 errichtete Seilbahn verkehrt von März bis Oktober halbstündlich zwischen den beiden Orten.
Die ursprüngliche Siedlung Montecatini Alto erreicht man auch über eine sich den Berg hinaufwindende Straße, ein wunderschöner Ausblick lockt als Belohnung für die Anstrengung.
Von Montecatini Alto aus hat man bei gutem Wetter einen fantastischen Ausblick über die Talebene bis hin zum Monte Pisano und bis nach Lucca.

Die Anreise

Montecatini Terme ist leicht erreichbar mit dem Flugzeug. Sowohl der Flughafen
Galileo Galilei in Pisa als auch der kleine Flughafen Amerigo Vespucci in Florenz sind in ca. 30 Minuten mit dem Auto erreichbar.

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen möchte, kann zwischen zwei Bahnhöfen wählen: Montecatini Centro und Montecatini Monsummano. Beide Bahnhöfe liegen auf der Strecke Lucca/Florenz. Auch Busse verkehren regelmässig in Richtung Florenz oder Lucca.

Karte Montecatini Terme

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